Das Cap Formentor gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Ausflugszielen auf Mallorca. Die spektakuläre Steilküste, der berühmte Leuchtturm und die beeindruckenden Ausblicke locken jedes Jahr hunderttausende Besucher an die Nordspitze der Insel. Doch gerade dieser enorme Besucheransturm hat in den vergangenen Jahren zunehmend zu Problemen geführt. Lange Staus, überfüllte Parkplätze, gefährliche Verkehrssituationen auf der schmalen Serpentinenstrasse und Belastungen für die Natur waren vor allem in den Sommermonaten Alltag. Aus diesem Grund greifen die Behörden auf Mallorca inzwischen regelmässig zu Verkehrsbeschränkungen und sperren die Strasse zum Cap Formentor zeitweise für den privaten Autoverkehr.
Die Sperrung betrifft die Strasse Ma-2210 zwischen Port de Pollença und dem Leuchtturm am Cap Formentor. In der Hauptsaison, dieses Jahr ab dem 15. Mai bis Mitte Oktober, dürfen Privatfahrzeuge tagsüber nicht mehr bis zum Leuchtturm fahren. Ziel dieser Massnahme ist es, den Verkehr deutlich zu reduzieren, die empfindliche Natur der Halbinsel zu schützen und den Besucherstrom besser zu organisieren. Besonders während der Sommerferien war die Situation zuvor oft chaotisch: Autos parkten am Strassenrand, Busse kamen kaum noch durch und Rettungsfahrzeuge hatten teilweise Schwierigkeiten, die Strecke zu passieren.
Damit Besucher das Cap Formentor weiterhin problemlos erreichen können, setzt Mallorca verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel. Besonders wichtig ist dabei die Shuttlebuslinie, die regelmässig zwischen Port de Pollença, dem Aussichtspunkt Mirador Es Colomer und dem Leuchtturm pendelt. Viele Urlauber empfinden diese Lösung inzwischen sogar als angenehmer, da die stressige Parkplatzsuche entfällt und die Fahrt entspannter verläuft. Gleichzeitig sollen die Busverbindungen helfen, die Zahl der Fahrzeuge auf der engen Küstenstrasse deutlich zu senken.
Auch die Playa de Formentor bleibt grundsätzlich erreichbar, allerdings gelten dort ebenfalls Einschränkungen. Die Zufahrt ist oft nur möglich, solange noch freie Parkplätze vorhanden sind. Digitale Kontrollsysteme und Schranken überwachen inzwischen die Zufahrt und sollen verhindern, dass es erneut zu kilometerlangen Staus kommt. Wer die Regeln missachtet und trotz Sperrung weiterfährt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.
Die Massnahmen werden von vielen Einheimischen und Naturschützern begrüsst, weil sie helfen, die einzigartige Landschaft rund um das Cap Formentor besser zu schützen.
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